BÜRGER HELFEN BÜRGERN - Verein zieht Bilanz
(hbk). Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Bürger helfen Bürgern“ lobte Vorsitzender Markus Ochs die aktiv ehrenamtlich tätigen Mitglieder für die „erfolgreich geleistete Arbeit im vergangenen Jahr“. Er stellte den „zweiten Zweig des Vereins“ vor, die Patientenbegleitung nach einem Krankenhausaufenthalt. Seit Ende 2010 steht der Verein alleinstehenden Menschen auf Wunsch sechs bis acht Wochen mit Hilfeleistungen wie etwa kleinen Hausmeisterdiensten, Erledigen von Einkäufen und Fahrten zu Ärzten zur Seite. Beisitzer Thomas Scheffler war hier federführend in der Umsetzung der Idee. Dank der Schirmherrschaft der Kurt-Graulich-Stiftung, die eine feste Jahresspende zugesichert hat, und weiteren großzügigen Spenden kann die Patientenbegleitung zurzeit ohne Kostenbeteiligung der Patienten angeboten werden.
Erfreulich, da mit steigender Tendenz, sind auch die vielen unbürokratisch geleisteten Hilfen für die Mitglieder, 45 bis 65 Einsätze im Monat. „Bürger helfen Bürgern“ hat jetzt 452 Mitglieder, von denen 84 sich ehrenamtlich engagieren: 336 in Flörsheim, 36 in Weilbach, 45 in Wicker, 16 auf der Keramag und 18 in anderen Orten. Hier wünscht sich Zweiter Vorsitzender Thomas Moll „weniger Flörsheim-Lastigkeit“.
Die Versammlung wurde darüber unterrichtet, dass künftig zur Jahreshauptversammlung über die Presse, auf den Infoständen und über das Internet eingeladen wird. Der Arbeitsaufwand des Postaustragens sei enorm, so Geschäftsführerin Ute Reinhard. Sie lud die Anwesenden zum Ehrenamtstreffen am Montag, 7. November, um 19 Uhr in die Flörsheimer Stuben ein. Dann wird unter anderem über weitere Aktionen wie den Info-Stand beim Weihnachtsmarkt entschieden.
"Sehr präsent" unterwegs 04.07.2011 - FLÖRSHEIM, Mainspitze, Elke Flogaus
BÜRGER HELFEN BÜRGERN Vereinsmitglieder an Magnetschildern zu erkennen / Dankeschöngrillen (elf). In familiärer Atmosphäre genossen rund 60 Gäste das "Dankeschön-Grillen" des Vereins "Bürger helfen Bürgern", zu dem der Vorsitzende Markus Ochs im dritten Jahr in seinen Privatgarten eingeladen hatte. Diesmal spielte auch das Wetter mit: nicht zu heiß, nicht zu kalt und vor allem ohne Regentropfen. "Erstmals stehen die Biergarnituren unter einem vereinseigenen Zeltdach", freute sich Ochs und wies auf die insgesamt positive Entwicklung des Vereins für unbürokratische Nachbarschaftshilfe hin. So zähle man heute 445 Mitglieder, und die monatlichen Einsätze seien auf durchschnittlich 60 angestiegen. "Unsere Mitglieder sind immer sehr präsent unterwegs", sprach er die Magnetschilder an, an denen man die Autos der Helfer erkennen könne, denn Fahrdienste und Begleitung zum Arzt seien viel frequentierte Angebote. Besonders hob der Vereinsvorsitzende auf das neue Angebot des Vereins ab, die Patientenbegleitung, bei der, wie berichtet, alleinstehenden Mitbürgern nach einem Krankenhausaufenthalt persönliche Hilfestellung geboten wird. Für den Aufbau dieses neuen Zweiges der Nachbarschaftshilfe bedankte sich Ochs bei Thomas Scheffler. Mit Präsenten bedankte er sich außerdem bei Horst Jäger für die Pflege des Internetauftritts, bei "Transportkönig" Karl-Heinz Zilch und besonders bei Geschäftsführerin Ute Reinhard, die für den Verein die Hauptarbeit leiste. Schnell ging man danach zum gemütlichen Teil des Nachmittages über, denn viele selbst gemachte Salate standen zur Auswahl bereit und auf dem Grill brutzelten die Würste für hungrige Zeitgenossen. Während die Erwachsenen den Gartennachmittag zu Gesprächen nutzten, lockte die Kinder ein Trampolin und die Schaukeln und einige Hunde nutzten die Geselligkeit auf der Wiese. Wer Vereinsmitglied werden möchte, um in den Genuss gegenseitiger Hilfe zu kommen, kann sich an Geschäftsführerin Ute Reinhard wenden. Denn wer heute Hilfe leisten kann, ist irgendwann selbst für Unterstützung dankbar. Mit einem Jahresbeitrag von 15 Euro für Allenstehende und 20 Euro für Ehepaare werden notwendige Verwaltungskosten gedeckt. Die Geschäftsstelle in der Riedstraße 9 ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. In der Zeit kann man sich auch telefonisch unter der Telefonnummer 54 61 89 melden.Mainspitze - Hilfe, wenn sie am nötigsten ist 08.06.2011 - FLÖRSHEIM Von Elke Flogaus
PATIENTENBEGLEITUNG Verein "Bürger helfen Bürgern" will sein Angebot etablieren und erhält dazu die finanzielle Ausstattung "Patientenbegleitung" heißt ein neues Projekt des Vereins "Bürger helfen Bürgern", das alleinstehenden Mitbürgern persönliche Hilfestellung nach einem Krankenhausaufenthalt anbietet. Finanzielle Unterstützung hat der Verein dafür jetzt von der Graulich-Stiftung bekommen, die wie berichtet die Schirmherrschaft übernommen hat, verbunden mit einer jährlichen Zuwendung von zwei Mal 1 500 Euro. "Das gibt uns eine finanzielle Sicherheit, die wir so gar nicht erhofft haben", freute sich Vereinsvorsitzender Markus Ochs und bedankte sich bei Kurt-Jochem Graulich mit einem Blumenstrauß und einer eigens entworfenen Urkunde. Dank der regelmäßigen Spende könne Patienten die Hilfestellung, die sich im Einzelfall über vier bis sechs Wochen erstrecke, kostenlos gegeben werden, egal, ob sie Vereinsmitglied sind oder nicht, erläuterte Geschäftsführerin Ute Reinhard. Außerdem werde das Geld für die Schulung von Patientenbegleitern wie zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse verwendet. "Dieses Projekt ist ganz im Sinne unserer Stiftung mit dem Motto ,Helfen in Not'", wies Graulich auf den einstimmigen Beschluss des Kuratoriums hin. "Wenn, dann machen wir es gleich richtig", begründete er die Summe. Den Anstoß für das Projekt hatte das GPR-Klinikum in Rüsselsheim gegeben, wo der Verein Generationenhilfe dieses Angebot seit fünf Jahren bereitstellt, allerdings aus Satzungsgründen nur für Rüsselsheimer Bürger, und man daher an den Flörsheimer Verein herangetreten war. In der kommenden Woche werde das Projekt dem Freundes- und Fördererkreis des Marienkrankenhauses vorgestellt, und auch mit den Main-Taunus-Kliniken wolle man Kontakt aufnehmen, erläuterte Vereinsmitglied Thomas Scheffler, der für die Koordination zuständig ist. Denn während man bei anderen Aufgaben im Verein Mitglieder einsetze, die gerade Zeit haben, wolle man bei der Patientenbegleitung den Betroffenen eine feste Bezugsperson anbieten. Immerhin sei es Vertrauenssache, wenn ein Helfer in der Wohnung nach dem Rechten sieht, Koffer packt oder Besorgungen macht. Wie hilfreich das ist, davon kann Ingrid Ehscheidt ein Lied singen. Im Februar war sie in Rüsselsheim an der Hüfte operiert worden und nach der Entlassung "ging ohne Krücken gar nichts". So habe Thomas Scheffler sie betreut, ihre Koffer für den Reha-Aufenthalt in der Aukamm-Klinik gepackt, eingekauft und Fahrten zu weiteren Therapiemaßnahmen übernommen. "Jetzt mache ich Mund-zu-Mund-Propaganda, weil mir so viel Gutes widerfahren ist", schwärmte sie, die als Erste in den Genuss der Patientenbegleitung gekommen war. Mund-zu-Mund-Propaganda wichtig in der Aufbauphase Allerdings hatte sie die Hilfsbereitschaft des Vereins bereits vor zwei Jahren kennengelernt, als man ihr nach dem Tod ihres Mannes mit dem "ganzen Papierkram" geholfen habe. Mund-zu-Mund-Propaganda sei wichtig, pflichtete Ute Reinhard bei, denn es habe inzwischen zwar drei Fälle von Patientenbegleitung gegeben, doch das Angebot sei noch in der "Aufbauphase" und müsse noch bekannter werden. Mit derzeit acht Helfern speziell für die Patientenbegleitung sei in dem gemeinnützigen Verein, der 2003 gegründet wurde, heute 442 Mitglieder und insgesamt 80 ehrenamtliche Helfer habe, genügend Kapazität vorhanden, diesen speziellen Zweig der Bürgerhilfe noch zu intensivieren. Welle der Hilfsbereitschaft12.02.2011 - Flörsheim Mainspitze
(elf). Der plötzliche Tod einer 45 Jahre alten, allein erziehenden Mutter, die auf dem Parkplatz der Sophie-Scholl-Schule einen Herzstillstand erlitten hatte, hat in Flörsheim bei allen, die die Familie kennen, tiefe Betroffenheit und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Um den drei Geschwistern und den Großeltern, wo die Kinder zurzeit wohnen, wenigstens die finanzielle Not zu erleichtern, haben die Freunde und Nachbarn Andrea und Matthias Packheiser sich an den Verein "Bürger helfen Bürgern" gewandt. Nachbarschaftshilfe ist oberstes Ziel "Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten die Bedürftigkeit der Familie überprüft", bestätigte Markus Ochs als Vorsitzender des Vereins dieser Zeitung das Engagement, denn gerade Nachbarschaftshilfe gehöre zu den Grundsätzen von "Bürger helfen Bürgern". Gemeinsam mit dem Verein wurden bei der Taunus-Sparkasse in Flörsheim ein kostenfreies Spendenkonto eingereichtet, das von dem Verein auch verwaltet wird. Der Verein ist auch berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Mit einer Bitte um Berichterstattung hatte sich Packheiser an die "Main-Spitze" gewandt und hofft so auf Hilfeleistungen aus der Bevölkerung. Außerdem konnte er seinen Arbeitgeber, den Devisenmakler Firma Bierbaum in Frankfurt, dazu bewegen, den kommenden Dienstag zum "Charity Day" zu erklären, was bedeutet, dass alle Einnahmen dieses Tages auf das Spendenkonto gehen. "Meine Chefs Jörg Sonnenschein und Matthias Weißmann haben sofort ja gesagt", zeigte sich der Initiator sehr bewegt von der großen Hilfsbereitschaft. Immerhin könnten auf diese Weise 10 000 Euro und mehr zusammenkommen. Als Trainer beim TV Flörsheim kümmert sich der Nachbar auch darum, dass die beiden zwölf und 13 Jahre alten Töchter trotzdem zum Handballtraining kommen und weiter in der Bezirksauswahl Wiesbaden mitspielen. Wichtig sei ihm auch, dass der Sohn, der demnächst 16 Jahre alt wird, nach der Schule seinen Weg finde. Als oberste Priorität nannte er das Ziel der Angehörigen, dass die Geschwister zusammenbleiben können und das soziale Netzwerk mit Schule und Verein für alle bestehen bleibe. Nach der Beerdigung am Donnerstag will sich Packheiser zudem um eine eventuelle psychologische Betreuung kümmern und dazu den Kontakt zur Graulich-Stiftung suchen. All diese Anstrengungen können zwar die Trauer um die 45-jährige nicht mildern, die am Freitag vergangener Woche zusammenbrach und für die jede Hilfe zu spät kam, doch die gelebte Nachbarschaftshilfe hat etwas Tröstliches bei dem sonst oft erlebten anonymen gesellschaftlichen Nebeneinander. Kontonummer 9 087 931 bei der Taunus-Sparkasse Flörsheim, Bankleitzahl 512 500 00, Kennwort: Kevin, Tamara, Jennifer Spendenquittungen vom Verein "Bürger helfen Bürgern", Riedstr. 9 in Flörsheim, Tel.: 0 61 45/ 54 61 89, montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr "Charity Day" für Halbwaisen 19.02.2011 - FLÖRSHEIM Mainspitze SPENDENAKTION Frankfurter Firma unterstützt Flörsheimer Kinder nach Tod der Mutter (elf). Nach dem plötzlichen Tod einer allein erziehenden Mutter hatte der Nachbar und Freund der Familie, Matthias Packheiser, wie berichtet, mit Hilfe des Vereins "Bürger helfen Bürgern" ein Spendenkonto für die zwölf bis 16 Jahre alten Kinder eingerichtet. Jetzt gingen dort von dessen Firma 11 000 Euro Spendengelder ein. Die Firma Bierbaum aus Frankfurt, wo Packheiser als Devisenhändler arbeitet, hatte den vergangenen Dienstag zum "Charity Day" erklärt, was bedeutete, dass die Einnahmen dieses Tages für die drei Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden. Um sich ein Bild von der hilfsbereiten Firma zu machen, waren dort der Vorsitzende von "Bürger helfen Bürgern", Markus Ochs, und Geschäftsführerin Ute Reinhard zu Gast und ließen sich von Mitinhaber Matthias Weißmann und Geschäftsführer Jörg Sonnenschein über die Devisengeschäfte weltweit zwischen Banken aufklären. "Wir haben unsere Kunden über unser Anliegen informiert, und sie haben tatkräftig Umsatz gemacht", zeigte sich Matthias Packheiser mit dem Ergebnis zufrieden. Man wolle auch weiterhin das Wohl der Kinder im Auge behalten. Während der 16-jährige Sohn jetzt zu seinem Vater ziehen wird, bleiben die zwölf und 13 Jahre alten Mädchen bei den Großeltern. Wer ihre Zukunft zumindest finanziell absichern helfen will, kann auf das Konto 9087931 bei der Taunus-Sparkasse Flörsheim, Bankleitzahl 512 500 00 unter dem Kennwort "Kevin, Tamara, Jennifer" spenden. Der Verein "Bürger helfen Bürgern" stellt auf Wunsch Spendenquittungen aus und ist telefonisch unter 0 61 45 / 54 61 89 oder montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr in der Riedstraße 9 in Flörsheim zu erreichen.